Mit Verurteilungen sind sie ja schnell bei der Hand die Gutmenschen!

Manchmal kommt mir einfach nur noch die Galle hoch!

Auslöser dafür sind Kommentare zu zwei Blogs, in denen manche Menschen sehr schnell mit Verurteilungen bei der Hand sind.

Erst Mal wird die Blogautorin hier neben dem ‚Übeltäter‘ selbst auch noch angegriffen, weil sie nicht sofort losrennt und die Betroffene informiert.

Egal was man selbst für eine Einstellung zum Thema fremdgehen hat, gibt es einem noch lange nicht das Recht, andere zu verurteilen ohne die Hintergründe zu kennen.
Wie man hier lesen kann, gibt es manchmal nämlich durchaus Gründe dafür die man nachvollziehen kann.
Wenn er daraus die Kraft zieht, seine Frau weiterhin liebevoll pflegen zu können, warum nicht?
Immer noch besser, als sie in ein Heim abzuschieben und hängen zu lassen, wie es die meisten anderen wohl tun würden.
Vielleicht weiss sie es ja, auch unausgesprochen?
Wer will das denn beurteilen können?

Natürlich gibt es Menschen, die das auch ohne Fremdgehen schaffen.
Hut ab!
Aber ich habe auch Respekt vor ihm!

Neben dieser Moralapostelei hat mich auch der Kommentar über Prostitution aufgeregt.

JEDE Frau sollte sich mal klar machen, das sie abends nach 22 Uhr nicht mehr alleine auf die Strasse könnte, wenn es diese Damen nicht gäbe!

Es ist erwiesen, das z.B. in München die Vergewaltigungsrate gestiegen ist, als die Wohnmobile verboten wurden!

Klar gehen nicht nur tickende Zeitbomben zu diesen Damen, sondern auch zig Männer, die einfach mal ohne Verpflichtung Spass haben wollen.
Die Wünsche haben mit denen sie ihre Partnerin nicht behehlen wollen oder können.

Aber es gehen eben auch Männer dort hin, die sonst einer Frau oder einem Mädchen Gewalt antun würden!
Dafür haben diese Frauen mehr als nur Respekt verdient!
Eine Freundin, die sehr viel jünger aussah als sie war, hatte neben den normalen Gästen auch eine ganz bestimmte Klientel.
Sie machte sich da nichts vor sondern sagte nur „Besser sie kommen zu mir bevor sie sich draussen ein Mädchen schnappen!“.
Nur mit diesem Wissen kam sie mit diesen ’speziellen‘ Gästen klar!

Keine Frage, Zwangs-Prostitution ist eine üble Sache und auch die Gründe, die manche Frau dazu treiben, sind nicht gutzuheissen und besser wäre es, wenn sie gar nicht dazu getrieben würden.

Aber der Großteil der Damen macht diesen Job freiwillig und hat auch kein Problem damit. Heutzutage braucht man keinen Zuhälter mehr um diesen Beruf auszuüben.

Aber wie unsere verlogene Gesellschaft damit umgeht, da könnt ich nur noch kotzen!

Wenn sich die Damen früher krankenversichern wollten, durften sie nie angeben was sie beruflich machen, üblicherweise wurde dann Fotomodell von den Versicherungsvertretern (die immer Bescheid wussten!) eingetragen.
Sie haben hohe Beiträge gezahlt, immer in dem Wissen, wenn etwas passiert besteht die Möglichkeit, das sie auf den Kosten sitzen bleiben, da sich die Versicherung dann auf arglistige Täuschung rausreden konnte und das eingezahlte Geld legal einsackte!

Sie werden von der Gesellschaft verachtet, speziell von den Frauen, die ihnen eigentlich dankbar sein sollten!
Am schlimmsten sind die, die man in der Disco mit 5 Whiskeys-Cola abschleppen kann und die nach 2h wieder da sind und das Spiel geht von vorne los.
Solche Frauen zerreissen sich besonders gerne das Maul über die Damen!
Da muss ich mir echt an den Kopf langen!!!!

Eine Freundin von mir, die diesen Beruf ausübte, wurde erschossen, so ganz nebenbei von einem angesehenen Mitglied der Gesellschaft, von dem sie zuviel wusste.
Ihre Familie, die jeglichen Kontakt ihrerseits verweigerten aufgrund ihres Berufs, die sie nicht einmal beerdigen wollten, hatten keine Probleme damit, sich um den Porsche, den Schmuck und das Geld zu kloppen!
Ich könnte heute noch kotzen wenn ich dran denke!

Ich könnte noch einige Beispiele aufführen aber ich will mir den Tag nicht restlos versauen!

So manche sollte sich einfach den Spruch vor Augen halten:

Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal die Fresse halten!

Übrigens hat mein Süsser seinen 40sten im Puff gefeiert und ich war dabei!

Und nun könnt ihr Gutmenschen und Moralapostel euch das Maul darüber zerreissen, woher ich das alles weiss!
Es gibt mehrere Erklärungen dafür, aber euch fällt bestimmt nur eine ein!

Armselig kann ich da nur sagen!

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69 Gedanken zu „Mit Verurteilungen sind sie ja schnell bei der Hand die Gutmenschen!

  1. Genau…
    WENN MAN KEINE AHNUNG HAT
    EINFACH MALS SOWAS VON DIE FRESSE HALTEN !!!!
    Jedem sein Ding …
    und auch ich hatte eine Bekannte die diese Berufssparte ausübte … und ich fand nichts unmoralisches dabei !!!
    Und woher du dass alles weisst Liebe … es interessiert mich zum Beispiel soviel wie wenn in Hamburg nen Würstchen knackt :O) …

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  2. Wer gibt einem eigentlich das Recht übr andere und deren Lebensweise zu urteilen ? Wahrscheinlich nur die eigene Ignoranz vor dem Leben.
    Ich habe inzwischen soviele verschiedene Menschen getroffen und laßt euch sagen, die nettesten, die offenensten, waren nicht diejenigen welche.

    Akzeptanz ist für viele eine Frage der bürgerlichen Einstellung.

    Grüßly

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  3. Hör mir auf mit den „Gutmenschen“…..

    Ich habe den Mann auch nicht verurteilt. Ich habe sogar geschmunzelt über den Trick mit der Telefonnr.

    Was aber nicht heißen soll, dass ich fremdgehen gutheiße.

    Aber in diesem Fall ist es für alle Beteiligten von Vorteil.

    Den Prostituierten gehört meine Bewunderung. Mit was die alles ins Bett gehn müssen.
    Es mag zynisch klingen, aber ich bin froh, dass es sie gibt….

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  4. oh ja, du hast mich zum Nachdenken gebracht, denn ich bin äußerst verwundert: wenn ich und die anderen Gutmenschen so armselig moralinsauer vor uns hinsäuern, wieso dann diese zornige Jereminade, die in keinem Verhältnis zu den geäußerten Meinungen steht?
    wenn Prostitution ein normaler Beruf ist, wieso dann dieser verachtungsvoll-mitleidige Blick und der überholte, obsolete Standardspruch – der nichts mit der Wahrheit zu tun hat! – das die tapferen Nutten die braven Muttis und kleinen Mädchen vor Sittenstrolchen und Kinderschändern schützen – wenn ich solchen Dreck nur lese, dann kommt mir nämlich die Galle hoch:
    Prostituierte verachten sich selbst, daß ist die traurige Realität und sie werden brutal von Zuhältern ausgebeutet, die Prostitution bejahen, heißt auch der Zuhälterei zustimmen, natürlich sollen nicht Prostituierte bestraft werden, sondern die Männer, die diese Frauen in Anspruch nehmen
    und letztendlich:
    Lust und Sex, Leidenschaft und Erotik sind so wunderbare, so kostbare, so wichtige Dinge, die sind unbezahlbar und können nicht ge- und verkauft werden, wer das glaubt, der ist wirklich armselig,
    in diesem Sinne wünsche ich dir und dem Mann, der es nötig hatte, seinen Geburtstag im Puff zu feiern, eine rasche und gründliche Genesung

    gigaoscar

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    • Dein Einwand „“Prostituierte verachten sich selbst, daß ist die traurige Realität und sie werden brutal von Zuhältern ausgebeutet, die Prostitution bejahen, heißt auch der Zuhälterei zustimmen““ ist ebenso sachlich nicht ganz richtig, wie andersherum die Vermutung „“JEDE Frau sollte sich mal klar machen, das sie abends nach 22 Uhr nicht mehr alleine auf die Strasse könnte, wenn es diese Damen nicht gäbe!““

      Beides ist nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig, schon gar nicht als Pauschalurteil.

      Liegt daran, das die Welt nicht schwarzweiß ist, sondern eigentlich eine Ansammlung von Grautönen. Wahrheit ist also immer auch eine Frage von Standpunkt und Sichtweise.

      „“Lust und Sex, Leidenschaft und Erotik sind so wunderbare, so kostbare, so wichtige Dinge, die sind unbezahlbar und können nicht ge- und verkauft werden, wer das glaubt, der ist wirklich armselig““

      Erotik kann man natürlich kaufen – und sei es nur in Form von entsprechender Reizwäsche, einem Parfüm oder Kerzen. Und auch Sex ist käuflich, ebenso Leidenschaft, zumindest für den Freier.

      Was tatsächlich nicht gekauft werden kann, ist Liebe, das ist aber auch etwas ganz anderes.

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      • Ich gebe gerne zu das ich es überspitzt ausgedrückt habe, was man allerdings nicht von der Hand weisen kann ist die Aussage „Es ist erwiesen, das z.B. in München die Vergewaltigungsrate gestiegen ist, als die Wohnmobile verboten wurden!“, das ist nämlich wirklich Fakt.
        Und wenn man bedenkt das die Wohnmobile nur ein kleiner Teil des Angebotes waren, ist die vorherige Aussage bei einem kompletten Verbot schon sehr dunkel-fastschwarz-grau;)

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      • lieber Einhard,
        ich komme erst jetzt dazu, dir zu antworten, weil doch die USA den Usama oder auch nicht oder so…
        also wenn neun von zehn Prostituierten sich selbst verachten und dies entweder sagen oder zeigen, dann finde ich, meine Aussage ist schon richtig resp. sie ist weitgehend richtig und ich halte die Welt nicht für grautönig und erst recht nicht für schwarzweiß sondern für bunt, für eine Ansammlung kräftiger Farben, die sich auch manchmal beissen….
        was mir auf den Senkel geht, ist, daß ich zum tumben moralinsauren Gutmenschen erklärt werde, nur weil ich einen anderen Standpunkt habe als die anderen, zudem habe ich meine Ansichten zur Prostitution erarbeitet und nicht von anderen übernommen und aufschwatzen lasse ich mir schon gar nichts,
        letztendlich die Erotik: nein, sie ist nicht käuflich, käuflich sind eben Dinge, Reizwäsche, Parfüm, Kerzen, Dinge, die aus irgendwelchen Gründen mit Erotik assoziiert werden – ich beispielsweise finde diese genannten Dinge nicht erotisch aber über Geschmack läßt sich nicht streiten,
        allerdings frage ich mich, ob uns nicht die Meinung „ein schwarzes Nachthemd und Teelichter mit Rosenduft sind erotisch“ durch eine nimmermüde, frauenfeindliche Werbung aufgezwungen wird,
        also: Erotik ist die Summe aller sinnlichen Erebnisse, Empfindungen und Erfahrungen und kann nicht käuflich erworben werden, ebensowenig wie sexuelle Befriedigung – ist es nicht merkwürdig, daß die Prostituierten ihren Kunden gegen Aufpreis Orgasmen vorspielen aber keine haben? Lust bei der Arbeit? pardon, ich habe schon bei Bürojobs wesentlich lustvoller gestöhnt als so eine arme Frau…
        und warum sind viele abziehende Freier so unhöflich und brutal zu den Prostituierten?
        na, eben weil sie keine sexuelle Befriedigung erfahren haben, weil ihn klar geworden ist, daß sie ihr Geld in etwas investiert haben, was sie wahrscheinlich allein und mit lustvoller Phantasie besser hinbekommen hätten
        ja, lieber Einhard, normalerweise lasse ich auch meinen Mitmenschen ihre Sichtweise, aber wenn ich gleich angegangen, überfallen und auch noch hinterrücks beleidigt werde, dann werde ich sehr, sehr zornig – vor allem bin ich ja auf diesen Eintrag per Zufall gestoßen, da wurde sich ja noch nicht einmal die Mühe gemacht, uns moralingesäuerte Gutmenschen zu konfrontieren sondern hinterfotzig hinter unseren Rücken beleidigt – hach, da habe ich die Wut

        liebe Grüße und ich wünsche dir einen schönen Abend

        gigaoscar

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        • Hallo Gigaoskar,

          kennst du das Gefühl, wenn ein Tropfen das Fass zum überlaufen bringt?
          Da muss der Tropfen nicht mal groß sein oder sehr gewichtig.
          Einmal zu oft etwas gehört und gelesen, dazu noch einen Tag vor dem Todestag meiner oben erwähnten Freundin
          und ich bin übergelaufen.
          „Puff und Prostitution finde ich gar nicht gut, lehne ich ab, aber total! das ist Ausbeutung pur!“ war mein Tropfen.
          Wohlgemerkt, mein Eintrag heißt weder Zwangsprostitution gut, noch Zuhälterei.
          Doch ich kenne sehr viele Frauen in diesem Gewerbe und für die ist es ein Beruf wie jeder andere.
          70% der Freier sind Stammkunden die regelmäßig kommen und sie sind weder unhöflich noch brutal zu ‚ihren‘ Damen.
          Würden die das machen wenn sie keine Befriedigung dabei erfahren würden?
          Auch das die Mädels nur Orgasmen vorspielen und selbst nie welche haben ist nicht richtig.
          Das sie sich dafür bezahlen lassen allerdings schon, wie überall, wenn man besseren Service will, muss man tiefer in die Tasche greifen.
          Die Mädels verachten sich selbst nicht dafür, das tut nur die Gesellschaft.
          Und die eben aus dem Grund, weil es ihnen schon immer vorgebetet wird.
          Aus diesem Grund kommt es auch immer wieder mal vor, das eben ein Freier brutal zu einem Mädel wird, unsere Gesellschaft würdigt sie herab also soll sie ihm gefälligst dankbar sein das er sie überhaupt anfasst und ihm eine Hochzeitsnacht für ein Taschengeld liefern. Wenn sie das nicht tut muss man sie halt ‚bestrafen‘.
          Doch solche Männer sind nicht wirklich die Regel.
          Die wenigsten haben Interesse daran, sowas zu hinterfragen, sonst hätte man ja nichts mehr worauf man hinabsehen kann und sich selbst dadurch als besser zu empfinden.
          Das regt mich einfach auf.
          Wobei ich dir das jetzt gar nicht unterstellen möchte.
          Als ich nämlich vom ‚überlaufen‘ wieder runterkam, habe ich mir auch Gedanken gemacht, warum du da so vehement reagierst , denn eigentlich ‚kenn‘ ich dich durchs lesen anders.
          Selbst oder im Freundeskreis erlebt, oder beruflich mit eben den Opfern der Zwangsprostitution zu tun?
          Oder wie hast du dir deine Meinung erarbeitet?
          Manche Aussage (die ich zugegebener Maßen überspitzt habe) die du als Dreck bezeichnest, ist durch Fakten zu belegen.
          Was nun das hinterfotzig und das beleidigen anbelangt, ich hatte vor diesen Eintrag bei Ormuz als Trackback einzustellen, allerdings keine Ahnung wie man das anstellt und in dem Moment auch keinen den ich fragen konnte.
          Da ich nicht durchgehend am Pc sitze, warst du einfach schneller auf meiner Seite als ich das bewerkstelligen konnte und danach war es ja eh nicht mehr nötig da es sehr schnell die Runde machte.
          Persönlich beleidigt?!
          Nachdem es mir nicht um dich als Person sondern um die Sache an sich ging, sehe ich darin auch keine Beleidigung, wenn du dir diesen Schuh anziehst obwohl du im Gegensatz zu mir deine Gründe dafür kennst, ist das deine Sache.
          Da könnte ich so manche Aussage von dir eher als solche auffassen.
          Hinterfotzig und hinterrrücks?!
          Dann hätte ich wohl eher den Eintrag nicht öffentlich gemacht und ebenso wenig deine Kommentare dazu freigegeben.
          Eigentlich könnte ich auf noch viel mehr Aussagen von dir eingehen, aber da wir da tagelang diskutieren könnten ohne auf einen grünen Zweig zu kommen, lass ich das lieber;)

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          • danke für deinen ausführlichen Bericht,
            tja, da haben wir völlig unterschiedliche Erfahrungen gemacht…
            ich kann nur soviel sagen: ich habe gesehen, wie das Leben verschiedener junger Mädchen zerstört wurde, wie sie zur Prostitution verleitet, später auch gezwungen wurden und ich habe Frauen gesehen, die sich prostituieren mußten, weil sie Drogen brauchten und jetzt gibt es mehr und mehr Gelegenheitsprostituierte, Frauen mit Kindern, die zu wenig Geld haben und sich verkaufen müssen – kommt immer öfter vor
            das ist das Gros der Prostituierten, das sind Frauen, die keinerlei Freude an ihrer Arbeit haben, die von den Freiern aber auch von anderen Menschen brutal ausgebeutet werden
            ja, das ist übel
            ich fürchte allerdings auch, wir beide werden in dieser Hinsicht nie übereinstimmen – wollen wir die endlose Diskussion aufnehmen oder lieber doch freundlich und respektvoll nebeneinander schreiben und uns vielleicht wieder einmal austauschen oder auch streiten?
            danke auch dafür, was du über mein sonstiges Schreiben geschrieben hast

            Grüße

            gigaoscar

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            • Ich würde das freundlich und respektvoll nebeneinander schreiben bevorzugen;)

              Nein, auf einen Nenner werden wir wohl in der Beziehung nie kommen, wobei ich ja deine Argumente nicht in Abrede stellen will, es passiert viel Übles in dem Bereich.
              Aber es gibt halt nicht nur die eine Seite und das war eben auch mir wichtig das aufzuzeigen, gerade weil ich weiss wie oft die Mädels angefeindet werden.

              Wir werden uns bestimmt noch öfter lesen, austauschen und garantiert auch das eine oder andere Mal streiten.
              Das kann noch ganz interessant werden;)

              Gruß Jacky

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            • „“Ich habe gesehen, wie das Leben verschiedener junger Mädchen zerstört wurde, wie sie zur Prostitution verleitet, später auch gezwungen wurden““

              Und es gibt die – nicht unbeträchtliche – andere Seite, jene, die sich freiwillig dafür entscheiden, sicherlich auch, weil es als leicht verdientes Geld erscheint. Die sich damit das Studium finanzieren, das eigene Häuschen oder eben Spaß ohne weitere Verpflichtung haben wollen.

              „“und ich habe Frauen gesehen, die sich prostituieren mußten, weil sie Drogen brauchten und jetzt gibt es mehr und mehr Gelegenheitsprostituierte, Frauen mit Kindern, die zu wenig Geld haben und sich verkaufen müssen – kommt immer öfter vor
              das ist das Gros der Prostituierten, das sind Frauen, die keinerlei Freude an ihrer Arbeit haben, die von den Freiern aber auch von anderen Menschen brutal ausgebeutet werden““

              Brutal ausgebeutet werden heutzutage viele Menschen, leider.
              Doch gerade bei Gelegenheitsprostituierten kann man mMn nur bedingt von Ausbeutung sprechen; es ist der relativ einfache Weg an die schnelle Mark aus den verschiedensten Gründen.

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              • lieber Einhard,
                nur weil Menschen in den verschiedensten Berufen und Beziehungen ausgebeutet werden kann ich doch die Ausbeutung von Prostituierten nicht kleinreden zudem sind gerade diese Gelegenheitsprostituierten nicht geschützt, sie sind ja nicht angemeldet, sie leben offiziell von staatlichen Transferleistungen oder dem Unterhalt ihrer ExPartner und das ist natürlich zu wenig – Einhard, immer mehr Frauen machen das, müssen das machen, um sich selbst und ihre Kinder durchzubringen und es gibt bestimmte Kneipen, in denen die Wirte Bescheid wissen, sie bekommen von den Frauen oder den Freiern etwas Geld zugesteckt und dann geht es schnell ab ins Nebenzimmer, der Freier zahlt zwanzig bis dreissig Euro und will dafür alles und ohne Kondom und meist bekommt er es auch – die Frauen werden oft auch noch beleidigt und gedemütigt…
                es ist ganz schrecklich und es ist Ausbeutung!

                liebe Grüße

                gigaoscar

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                • Wie gesagt: aus den verschiedensten Gründen; es gibt auch solche Gelegenheitsprostituierte, die sich Ihr Einkommen aufbessern und weit mehr als 20, 30 Euro bekommen und es gibt den klassischen Straßenstrich, wo man mitunter schon für 10 Euro zum Zuge kommt.

                  Es braucht einfach sinnvollere gesetzliche Regelungen, damit die Zahl der schwarzen Schafe abnimmt, dazu gehört aber auch die allgemeine Erkenntnis, das Hure letztlich ein Beruf ist, wie jeder andere auch, weil es eben das Bedürfnis an diesen Dienstleistungen gibt. (In Wiesbaden bspw. gibt es einen speziellen Puff für Behinderte)

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                  • lieber Einhard,
                    einen Puff für Behinderte sehe ich nicht als Fortschritt an… stell´ dir bitte einmal vor, es gäbe auch separate Kneipen und Restaurants für Behinderte, wo nur Behinderte einkehren dürften…
                    schön und stark und groß soll ein Behinderter sein und sich hinstellen und fordern: Ich als Behinderter habe ein Recht auf Sex und Liebe und Lust und Zärtlichkeit, ich fordere es ein, kostenlos und sofort!
                    ja, das klingt verdammt idealistisch aber es muß sich doch mal etwas ändern….

                    lieber Einhard, ich kann das jetzt nicht alles ausformulieren und habe keine Zeit aber wir schreiben uns bald wieder darüber – ärgere dich nicht!

                    liebe Grüße

                    gigaoscar

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                    • Keine Sorge, so leicht (ver)ärgert man mich nicht 😉

                      „“chön und stark und groß soll ein Behinderter sein und sich hinstellen und fordern: Ich als Behinderter habe ein Recht auf Sex und Liebe und Lust und Zärtlichkeit, ich fordere es ein, kostenlos und sofort!
                      ja, das klingt verdammt idealistisch aber es muß sich doch mal etwas ändern….““

                      Ja, sehr idealistisch, wenn man bedenkt das es auch genügend nicht behinderte gibt, bei denen dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht.

                      Insofern halte ich das durchaus für einen großen Fortschritt, wenn auch noch längst nicht das Ende der Fahnenstange

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        • „“also wenn neun von zehn Prostituierten sich selbst verachten und dies entweder sagen oder zeigen, dann finde ich, meine Aussage ist schon richtig resp. sie ist weitgehend richtig und ich halte die Welt nicht für grautönig und erst recht nicht für schwarzweiß sondern für bunt, für eine Ansammlung kräftiger Farben, die sich auch manchmal beissen….““

          Sind es denn tatsächlich soviele..?
          Sicherlich befindet sich ein Großteil der Prostitution in der Hand von Zuhältern, aber auch da ist durchaus nicht jeder ein „schwarzes“ Schaf. Oder jede Nutte/Hure/Prostituierte unglücklich.
          Ohne Zuhälter liegt die „Glücklichkeitsrate“ meist (noch) höher, weil man quasi Brutto für Netto verdient – und das je nach Gebiet nicht schlecht, auch wenn die Preise in den letzten Jahren gefallen sind.

          „“letztendlich die Erotik: nein, sie ist nicht käuflich, käuflich sind eben Dinge, Reizwäsche, Parfüm, Kerzen, Dinge, die aus irgendwelchen Gründen mit Erotik assoziiert werden – ich beispielsweise finde diese genannten Dinge nicht erotisch aber über Geschmack läßt sich nicht streiten,
          allerdings frage ich mich, ob uns nicht die Meinung „ein schwarzes Nachthemd und Teelichter mit Rosenduft sind erotisch“ durch eine nimmermüde, frauenfeindliche Werbung aufgezwungen wird,
          also: Erotik ist die Summe aller sinnlichen Erebnisse, Empfindungen und Erfahrungen und kann nicht käuflich erworben werden““

          Beim letzten Satz stimme ich Dir in der ersten Hälfte zu: Erotik ist vielschichtig. Und kann gerade deshalb gekauft werden, weil man das „drumherum“ eben entsprechend manipulieren kann.

          Die Schuld daran trägt mMn nicht aber die Werbung, sondern das liegt im Menschen begründet; Haare färben, schminken, schöne Kleidung – all das dient nur dazu, sich selbst gut zu fühlen, das dann auch auszustraheln und so das andere Geschlecht zu umgarnen. Zwecks Erhaltung der Art, jedenfalls war es so ursprünglich mal geplant.

          „“ebensowenig wie sexuelle Befriedigung – ist es nicht merkwürdig, daß die Prostituierten ihren Kunden gegen Aufpreis Orgasmen vorspielen aber keine haben? Lust bei der Arbeit? pardon, ich habe schon bei Bürojobs wesentlich lustvoller gestöhnt als so eine arme Frau…““

          Der gespielte Orgasmus gehört zum Glücksgefühl des Kunden; so ähnlich, wie das (unechte) Lächeln eines Verkäufers oder die (falsche) Aussage „Das Kleid steht Ihnen hervorragend“
          Bis zu einem gewissen Grad spielt dabei sicherlich auch Selbstschutz eine Rolle, denn in jemanden, der mich nicht befriedigt, verliebe ich mich nicht so schnell und wenn ich mich nicht verliebe, kann ich problemloser meinem Lebensunterhalt nachgehen.

          „“und warum sind viele abziehende Freier so unhöflich und brutal zu den Prostituierten?““

          Sind es denn so viele – oder ist das nicht eher die Ausnahme..?
          Letzteres wohl eher, gerade wenn es um Brutalität geht, denn insbesondere Zuhälter haben ein Interesse daran, das ihre „Ware“ vorzeigbar bleibt, weil sonst kein Geld in die Kasse kommt.
          Klingt hart, ist aber so.

          „“na, eben weil sie keine sexuelle Befriedigung erfahren haben, weil ihn klar geworden ist, daß sie ihr Geld in etwas investiert haben, was sie wahrscheinlich allein und mit lustvoller Phantasie besser hinbekommen hätten““

          Ich denke, das weiß jeder Mann und jede Frau, also – das der Sex mit sich selbst stets zu einer Befriedigung führt.
          Sex mit anderen ist aber eine ganz andere Befriedigung, insbesondere, wenn der Kerl nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht und die Hure ein Leckerchen ist.
          Der Frust hier und da rührt zweifellos daher, das man eben weiß, das dies weder Glück noch Zufall war, sondern eine Geschäftsbezehung.
          Aber selbst wenn das in der Mehrheit der Fälle so wäre – man tut es trotzdem wieder. Und wieder. Soviele Masochisten unter uns..? Oder eben doch die Ausnahme, was den tatsächlichen Frust anbelangt.

          Und Du vergißt die Kunden/Freier, für die der Sex eine Nebensache ist, die einfach mal reden wollen. Oder sich mit einer schönen Frau zeigen.

          „“ja, lieber Einhard, normalerweise lasse ich auch meinen Mitmenschen ihre Sichtweise, aber wenn ich gleich angegangen, überfallen und auch noch hinterrücks beleidigt werde, dann werde ich sehr, sehr zornig – vor allem bin ich ja auf diesen Eintrag per Zufall gestoßen, da wurde sich ja noch nicht einmal die Mühe gemacht, uns moralingesäuerte Gutmenschen zu konfrontieren sondern hinterfotzig hinter unseren Rücken beleidigt – hach, da habe ich die Wut““

          Dazu hat sich ja Life of devotion schon geäußert.

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          • lieber Einhard,
            in vielem hast du recht und ich freue mich sehr, daß sich Life of devotion schon geäußert hat – aber ich finde, daß archaische, soziale Bedürfnis, sich zu schmücken und der heutige erotisierte und sexualisierte Schönheitsmarkt lassen sich nicht miteinander vergleichen und das „gängige Schönheitsideal“ lehne ich ab, mich haben noch nie Menschen in irgendeiner Form gereizt, weil ich Außenfläche poliert war, die äußere Schönheit habe ich immer erst wahrgenommen, wenn ich den Menschen innerlich kannte
            ich habe in der Hinsicht eben großes Glück….

            liebe Grüße

            gigaoscar

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  5. Worte heiß angerichtet – schwer zu verdauen

    Das „arglistige VORURTEIL“
    wird als leichte Kost vom Hilfskoch angerichtet
    und vom Anlernkellner freundlich aufgetischt.

    Dem folgt,

    das „schwerwiegende HAUPTGERÜCHT“,
    das von Köchen stark gewürzt und augenfällig garniert
    sowie vom Oberkellner mit grinsender Miene serviert wird.

    Noch

    schwer schluckend und würgende Gefühle spürend,
    willst du hinaus gehen, stößt gegen den Teller mit
    der „üblen NACHREDE“. Den Fleck auf der Tischdecke
    sieht die Reinigungskraft als bleibenden Makel !
    ___
    Erfurt, 11.10.09 – Aus meinem Tagebuch – © PachT

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  6. Es ist schon verdammt traurig das nicht mal ihre eigene Familie hinter ihr stand! Sich dann aber um die Reichtümer kloppen…. da fehlen einem echt die Worte! Ich habe echt einen großen Respekt vor den Damen/Frauen/Mädels
    Die Geschichte der bloggerin hab ich mir durchgelesen. Auch da wieder mal das typische deutsche kleinkarierte Denken! Ich hab auch da zwei Kommentare geschrieben. Die Welt ist manchmal schon traurig…

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  7. Besser hätte ich es NICHT ausdrücken können!
    DANKE!

    Wie so oft passt wieder einmal wirklich wunderbar der Satz: Einfach mal die Fresse halten, wenn man keine Ahnung hat!

    Eigentlich sollte ich dich mittlerweile gut genug „kennen“, das du mich nicht mehr erstaunen kannst.
    Aber das schaffst du immer noch. 😉
    Ich könnte jetzt noch soviel schreiben, aber ich lasse es.
    You make my day!
    *drück dich*

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  8. Wunderbar – ich danke dir für diesen großartigen Eintrag!
    Ich kann auch nur noch einmal unterstreichen, daß es NICHT darum geht Fremdgehen/Prostitution gut zu heißen oder nicht, es geht schlicht und ergreifend darum, wie schnell man in eine (Vor)urteilsfalle tappt.

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