Strohwitwe….

…. bin ich jetzt seit einer halben Stunde bis Donnerstag Mittag.

Normalerweise freue ich mich, wenn ich mal ein paar Tage alleine bin. Ich steh dazu, er weiß es auch und hat kein Problem damit.

Allerdings bin ich heute morgen mal wieder mit Nasenbluten aufgestanden und musste zusehen das er es nicht mitbekommt. Er soll sich auf seine OP konzentrieren und sich nicht den Kopf darüber zerbrechen wie es mir geht. Sorgen kann er gerade nicht brauchen.

Das trübt meine ‚Freude‘ gerade etwas….

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17 Gedanken zu „Strohwitwe….

  1. Sag mal – ich erinnere mich nicht – aber haben sie bei Dir mal die Gerinnungsfaktoren genau untersucht? Eine Freundin hat z.B. einen Gendefekt auf einem – die neigt deswegen auch zu langem Nasenbluten und hat auch sonst Gerinnungstörungen.

    Es hat Jahre gedauert, bis sie die Ärzte mal soweit hatte, daß sie das wirklich von Hämatologen untersuchen ließen und nicht mehr nur als „junge Frau, da kommt das schonmal vor“ abgetan haben.
    Einmal hätten sie ihr fast noch Blutverdünner zusätzlich gegeben, wenn ihr Mann nicht geistesgegenwärtig den Arzt ausgebremst hätte. Weil viele Ärzte nur „Blutverdünnung geben“ auf dem Schirm haben, wenn sie Gerinnungsstörung lesen.

    Ende vom Lied: Jede OP muß vorher mit dem Hämatologen abgestimmt werden, wie die Gerinnungswerte aktuell sind. Und jetzt – wo die Geburt vom ersten Kind bevorsteht, mußte sie Monate vorab schon in die Klinik, da alles abstimmen für die Geburt, damit da schon ne Akte vorliegt. Und nicht jedes Krankenhaus ist bereit, sie zu behandeln, wegen möglicher Komplikationen.

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    • Bei mir hat das erst nach meinem Herzinfarkt angefangen. Damals im KKH hieß es nur, das passiert schon mal wenn man Blutverdünner nehmen muss (stellen sie sich nicht so an). Das waren allerdings auch die Ärzte, die mir erzählt haben, das man an die andere Engstelle nicht drangehen muss, das sei nicht notwendig. Die Engstelle, der ich 1 1/2 Jahre später dann meine Bypass-OP verdankte. 🙄
      Bis zu der Bypass-OP hatte ich dann ziemlich oft, auch ohne ersichtlichen Grund, Nasenbluten, hab es aber nicht mehr angesprochen (weil die mir damals eben so ein ‚machen sie sich doch nicht lächerlich und hören sie auf zu jammern‘-Gefühl gegeben habe). Im Herzzentrum hatten wir dann andere Sorgen, da hab ich nicht mehr dran gedacht es anzusprechen. Seitdem hatte ich auch keins mehr, bis eben gestern.
      Da ich etwas angeschlagen war, hat mich das dann doch etwas aus der Bahn geworfen. Aber ich werde es im Auge behalten und das nächste mal in Bad Oeynhausen bei den Ärzten ansprechen.

      Wenn ich das von deiner Freundin lese – da geht es mir dagegen wirklich gut.
      Wenn man heutzutage nicht das Glück hat, einen guten Arzt zu haben, ist man echt verratzt und ausgeliefert. Wünsch ihr alles gute!

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      • Oh – danke für die guten Wünsche – im normalen Leben geht es ihr auch wirklich gut – es gibt Phasen, da sind ihre Gerinnungswerte einwandfrei (es ist nicht so, wie früher, als „Bluter“ sein quasi ein frühes Todesurteil war). Ihre Gerinnungsstörung ist nicht so schlimm (so wie ich das verstanden habe, kommt es auch immer drauf an, auf welchen Faktor der Fehler liegt). Aber man muß halt echt aufpassen, daß nicht durch einen Flüchtigkeitsfehler der Ärzte möglicherweise eine schwere Blutung ausgelöst wird. Sie achtet da inzwischen sehr drauf, daß sie sich da KLAR VERSTÄNDLICH macht und ihr Mann versucht, ggf. dabei zu sein, damit keine Information durchrutscht. Man muß lernen, sich nicht abbügeln zu lassen. Ärzte sind nicht unfehlbar und Ärzte im Streß können auch etwas überlesen oder automatisch das falsche annehmen. Die meisten Leute mit Gerinnungsstörung brauchen eher Blutverdünner als das Gegenteil. Da liegt es halt nahe, im Streß das „übliche“ anzunehmen.

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        • Ärzte sind auch nur Menchen, leider gibt es viele die sich wirklich für Halbgötter halten. Die, die das nicht tun, sind inzwischen sowas von überlastet, das auch ihnen Fehler passieren können. Da krankt etwas ganz gewaltig in unserem Gesundheitssystem! Deine Freundin tut gut daran, wie sie es handhabt. Inzwischen ist wirklich auch der Patient gefordert, wenn er eine gute Behandlung haben will.
          Nach meiner letzten Erfahrung lass ich mich nicht mehr abbügeln, hol mir lieber eine zweite Meinung und nerve solange bis ich zufriedenstellende Antworten bekomme.

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