Rezept für Coq au Vin und Semmelknödel

Da ich langsam den Überblick verliere, wer nun alles das Rezept wollte, kommt es einfach hier rein und jeder kann es sich kopieren der mag.

Eigentlich war es ja das zweite Rezept das ich ausprobierte, da es aber noch genialer schmeckt als das erste, wird es zum Favoriten erklärt. 😉

Zutaten für 4-6 Personen:

2 EL Mehl, Salz, Pfeffer, 1 küchenfertige Poularde ca 1,6kg in 8 Stücken,
85g Butter, 2EL Olivenöl,125g Speckwürfel, 12 Schalotten, 4EL Weinbrand, 2 große Knobizehen, 1 Bouquet garni*, 1 EL Tomatenmark, 1 TL Zucker, 1 Flasche trockener Rotwein, 12 kleine Champignons

Beurre manie: 15g weiche Butter, 15g Mehl

Semmelknödel: 500g harte Semmeln, 5 Eier, lauwarme Milch (nach Bedarf), Salz, Pfeffer

Zubereitung:
(in Klammern ein paar persönliche Tipps)

Das Mehl mit Salz und Pfeffer mischen und die Hähnchenteile darin wenden, überschüssiges Mehl abklopfen.
(geht am besten mit einem Gefrierbeutel, spart man sich viel Sauerei)

55g Butter mit 1 EL Öl zerlassen und den Speck darin 1 min anbraten, rausnehmen und beiseite stellen.
(am besten mit einem Schaumlöffel um das Fett gut abtropfen zu lassen, ich habe den Bräter mit dem Wein immer schon auf kleiner Stufe daneben stehen, um alle folgenden Zutaten einfach reinzukippen um nicht 100 Teller beiseite zu stellen)

Nun die Schalotten sautieren bis sie goldbraun sind.
(da entscheidet jeder selber wie er sie schneidet, ich viertel sie immer)

(In der Zwischenzeit den Wein mit geschnittenen Knoblauch, Bouqet garni, Tomatenmark, Zucker, Speck und Schalotten aufkochen)

Die Hähnchenteile portionsweise von jeder Seite ca 3-5min anbraten, während dessen den Weinbrand erhitzen, wenn alle fertig sind, die Pfanne vom Herd nehmen, Weinbrand anzünden und übers Fleisch giessen, sobald die Flammen ausgegangen sind, alles in den Bräter und den bei ca 160° 45 min zugedeckt in den Ofen.
(mir persönlich ist 1 Flasche Wein immer viel zu wenig Sosse, also wurden es bei uns 4, wobei man dann anteilsmäßig auch den Speck, die Schalotten, den Knoblauch, die Champignons (bei denen ich die Braunen bevorzuge da mehr Geschmack) und die Mehlbutter erhöhen muss und bevor jemand erschrickt weil ich 4 Flaschen nehme, die Flüssigkeit reduziert sich ja beim kochen, also solche unmengen sind es dann fertig gar nicht. Beim Wein empfiehlt sich auch eine Mischung aus billigem französischen Landweins und einem Bordeaux, schmeckt genauso lecker ist aber nicht so teuer wie eine reine Bordeaux-Sosse, zumindest bei unseren Mengen)

Kurz vor Ende der vorläufigen Garzeit die Champignons, geviertelt, anbraten und die Mehlbutter zubereiten (mit einer Gabel einfach gut vermischen bis eine Paste entsteht)

Die Hähnchenteile aus der Sosse entfernen, das Bouqet garni rausfischen und das auf dem Sud schwimmende Fett mit einem Löffel abschöpfen, Sud aufkochen und 3 min reduzieren. Dann die Mehlbutter portionsweise unter rühren in den kochenden Sud einarbeiten, immer erst dann die nächste Portion nehmen, wenn die vorherige ganz eingearbeitet ist.
Die Sosse so lange weiterkochen und verrühren, bis sie dickflüssig ist und glänzt, anschliessend gegebenfalls noch einmal nachwürzen.
Dann das Fleisch und die Pilze dazu und alles wieder ab in den Ofen. (dort kann er nun bleiben bis die Knödel fertig sind, da kann nichts mehr passieren, evtl Hitze auf 100° reduzieren)

Die Semmeln grob würfeln, die Eier nach und nach druntermischen, je nach Geschmack noch gebratene Speckwürfel und Schalotten mit unterkneten, die lauwarme Milch nach Bedarf zugiessen bis eine nicht zu feste Masse entsteht, Knödel formen und in siedendem Wasser 15min ziehen lassen (das hat bei mir mit schneiden, braten und zwei Fuhren Knödel ca nochmal eine Stunde gedauert, darunter sollte das Coq au Vin nicht im Ofen bleiben wenn das Fleisch vom Knochen fallen soll)

*Bouqet garni : kleiner Bund frischer Kräuter die nach dem kochen entfernt werden, bestehend aus einem Thymianzweig, zwei Zweige glatte Petersilie und ein Lorbeerblatt
(man kann aber genauso gut mit gerebeltem Thymian, gefriergetrockneter Petersilie und Lorbeerblatt arbeiten ohne ausser dem Lorbeer wieder was rauszufischen)

So, wir werden nun ein zweites mal in diesem Mahl schwelgen und morgen gibt es dann die restliche Sosse mit Pommes. 😉
Ich steh dazu, ich liebe Pommes mit Bratensosse!;D

Viel Spass beim nachkochen und bei Fragen einfach anklopfen.
(wobei der Kochmarathon gestern mich wieder daran erinnert hat, das sich der ganze Aufwand wirklich nur für mehrere Personen oder 3 Tage das selbe essen lohnt:)) )

Guten Hunger!

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